Eurovegas: Gigantisches Casinoprojekt in Spanien gestoppt

Unternehmer und Gemeinde hatten sich schon die Hände gerieben. Und auch für den Zocker wäre ein Eurovegas nach dem Vorbild des berühmten Originals in Las Vegas ein Himmel auf Erden geworden. Nun wurde das Projekt auf Eis gelegt.

Das gigantische Casino- & Tourismusprojekt hatte dem Plan nach ein Volumen von 21 Milliarden Euro und wäre gerade für das krisengeschüttelte Spanien ein guter Hoffnungsschimmer gewesen. Arbeitsplätze und Steuereinnahmen kann sich die Hauptstadt Madrid, in deren Vorort Alcorcón das Projekt realisiert werden sollte, nun aber abschminken. Der Hauptträger des Projekts, die Las Vegas Sands Corporation teilte die Entscheidung  am vergangenen Freitag mit. Man plane nun ein ähnliches Projekt in Asien – Länder wie Südkorea und Japan sind unter anderem im Gespräch.

Rauchverbot hält Gäste fern

Das Projekt scheiterte kurzfristig, da die spanische Regierung nicht bereit war, auf gewisse Forderungen der Unternehmergemeinschaft einzugehen. So forderte der Hauptinvestor neben einer deutlichen Absenkung der Glückspielsteuern auch eine Aufhebung des strikten Rauchverbotes. Letzteres wurde im US-Bundesstaat Nevada durchgesetzt, wo das Rauchen zwar nahezu überall verboten ist, aber eben nicht in den Casinos selbst.

Das Projekt, dessen Grundstein ursprünglich Anfang Dezember 2013 gelegt werden sollte, hätte auf knapp 750 Hektar sechs Kasinos, zahlreiche Einkaufsmöglichen und Hotels geboten. Auch ein Theater sowie mehrere Golfplätze sollten das Gesamtbild einer „europäischen Casinostadt“ abrunden. Darüber hinaus wären mehr als 250.000 Arbeitsplätze entstanden und Mehreinnahmen für die Stadt in Millionenhöhe.

Über diese Aussichten darf sich nun eine Stadt im fernen Osten freuen. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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