Nach Paradise Papers: Merkur-Spielen droht das Aus

Es hatte so gut begonnen: Nachdem erst Novoline-Spiele, anschließend auch die aus dem Hause Bally Wulff online verfügbar waren, zog Merkur nach. Doch das junge Glück könnte ein schnelles Ende finden.

Denn mit dem Skandal um die kürzlich veröffentlichen Paradise Papers flog auch eine – in der deutschen Glücksspielbranche – recht bekannte Größe auf: Paul Gauselmann, Vorstandssprecher der gleichnamigen Glücksspiel-Gruppe.

Dieser respektive sein Unternehmen, die Gauselmann-Gruppe, mischt in dem großen Markt für Online-Glücksspiele ordentlich mit. In den vergangenen 2 Jahren haben immer mehr Online-Casinos die vor allem aus Spielhallen bekannten Games der Merkur-Automaten in ihr Repertoire aufgenommen. Vor allem für Multikanal-Casinos (das heißt Anbieter die mehrere Spielanbieter nutzen wie Netent, Microgaming oder eben auch Merkur) waren die enuen Spiele durchaus eine Bereicherung. LeoVegas, Mr Green und auch andere bekannte Casinos zogen mit.

Trotz Verbot Spiele auch in Deutschland bereitgestellt

Knackpunkt bei der Sache ist allerdings, dass laut Glücksspielstaatsvertrag deutschen Spielern eben nur solche Spielmöglichkeiten angeboten werden dürfen, die auch entsprechend lizenziert sind. In Deutschland werden Online-Casinos so bspw. in Schleswig-Holstein genehmigt und reguliert.

Die Gauselmann-Gruppe umging diesen Weg und bot ihre Spiellizenzen über eine Tochterfirma (Alliance Gaming Solutions) mit Sitz im bekannten Steuerparadies, der Isle of Men, an. Viele Online-Casinos aus Europa und dem Rest der Welt erwarben die Lizenz bei der Alliance Gaming Solutions und boten die Spiele dann wiederum illegal deutschen Spielern an.

Damit ist jetzt Schluss: Die Gauselmann-Gruppe gab jetzt bekannt, dass alle Lizenznehmern davon unterrichtet seien, dass ihre Spiele dem deutschen Markt nicht mehr zugänglich gemacht werden dürfen. Bei Zuwiderhandlungen droht der sofortige Lizenzentzug.

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Schwitzen am Strip

Die Temperaturen lassen langsam nach. Trotzdem wurden in der vergangenen Woche Höchsttemperaturen in Sin City gemessen: Mit 46° verpasste die Glücksspielmetropole dabei nur knapp den All-time Rekord (47°).

Die Hitzewelle überraschte den gesamten mittleren Westen und sorgt über zahlreiche Bundesstaaten hinweg für Rekordtemperaturen. Mit 48° wurde so ein neuer Rekord nahe Phoenix aufgestellt. Der Boden erhitzte sich dermaßen, dass selbst der Flieger am Phoenix Sky Harbour kaum mehr zu erkennen war. Die musste übrigens für kurze Zeit seinen Betrieb einstellen, da es in diesen Temperaturregionen keine Starterlaubnis für Verkehrsmaschinen gibt.

Besucher trotzen der Sonne

In Sin City selbst waren vergleichsweise wenige Ausfälle zu spüren. Das partylustige Volk trotze wie immer den Gegebenheiten der Natur und  vergnügte sich weiter an den zahlreichen Poolanlagen der Resorts. Auch der nahe gelegene Lake Las Vegas bzw. der Lake Mead sorgten für einen Besucheransturm.

Am Strip selbst sorgte die eine oder andere „Cooling machine“ für eine frische Brise. Und während sich der Besucherstrom nicht nur an diesen erfrischte, sondern auch die Möglichkeit hatte in die klimatisierten Casinos zu fliehen, war es für viele Arbeitnehmer mit Jobs an der frischen Luft eine harte Zeit. So hatte auch Elvis mal wieder gut zu schwitzen (siehe Galerie).