Urteil: Deutsches Strafrecht für Glücksspiel im Internet nicht gültig

Gute Nachrichten für Online Zocker: Das Urteil gegen einen deutschen Maler, der im Jahr 2015 zu einer Gelstrafe verurteilt wurde, ist aufgehoben. Denn das deutsche Strafrecht ist nicht anwendbar.

Und so wird der Malermeister aus München seine online beim Black Jack gewonnenen Geldbeträge wohl aller vorrausicht nach behalten dürfen, wie jetzt das Landgericht München I entschied. Rechtskräftig ist das Urteil zwar noch nicht. Aber die Chancen stehen nicht schlecht.

Glücklicher Maler spielte regelmäßig online

Der 26-jährige Handwerker hatte im Jahr 2011 sehr regelmäßig in einem Online-Casino mit Lizenz in Gibraltar gespielt. Dort zahlte er im Laufe des Jahres insgesamt etwas mehr als 120.000€ ein und im gleichen Zeitraum knapp 190.000€ aus. So kam er letztlich auf einen Gewinn von 63.490€, welche der Staat konfiszierte. Die Begründung dafür war einfach: Das Online-Casino verfügt über keine deutsche Genehmigung und so sei das Spiel irregulär respektive nicht genehmigt gewesen.

Die EU bringt Vorteile

Aber so einfach geht es dann doch nicht. Das zuständige Landgericht kassierte das Urteil des Amtsgerichts nun und begründete dies mit der Tatsache, dass das deutsche Strafrecht in diesem Fall gar nicht anwendbar sei. Zudem ist schon seit Jahren auf EU-Ebene geregelt, dass die Vermittlung von Glücksspielen/Wetten an einem im EU-Ausland lizensierten Anbieter nicht illegal seien.

Unser Tipp: Achtet bei der Wahl eures Online-Casinos auf eine gültige Lizenz, bevorzugt aus Gibraltar, Schleswig-Holstein oder im besten Fall Malta.

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